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ANTRAG AUF ÜBERBRÜCKUNGSHILFEN.

Überbrückungshilfen bieten finanzielle Unterstützung für kleine und mittelständische Unternehmen, die durch die Corona-Krise in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind. Die dafür erforderliche Antragstellung beim BMWi muss durch einen registrierten Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Rechtsanwalt erfolgen. 

Die Überbrückungshilfe für den Förderzeitraum Juni bis August 2020 war zentraler Eckpfeiler des im Juni 2020 beschlossenen Corona-Konjunkturpakets. Der Förderzeitraum wird nun in einer zweiten Phase auf die Monate September bis Dezember verlängert. Dabei werden die Zugangsbeschränkungen gesenkt und die Förderung ausgeweitet. Den entsprechenden Antrag können Sie über uns als zulässige Steuerkanzlei bis zum 31.12.2020 stellen.

Das Förderprogramm basiert auf einem zweistufigen Prüfungsmechanismus:

1. Stufe: Prüfung der Zulassungsberechtigung

Grundsätzlich sind alle kleinen und mittelständischen Unternehmen begünstigt, die in zwei aufeinanderfolgenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 aufgrund der Corona-Pandemie empfindliche Umsatzrückgänge verschmerzen mussten. Soloselbständige und Freiberufler im Haupterwerb sind ausdrücklich als antragsberechtigt erwähnt.

Um die Überbrückungshilfe Phase 2 zu beantragen, müssen folgende Umsatzrückgänge vorliegen:

  • Umsatzeinbruch von mindestens 50 % in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten

ODER

  • Umsatzeinbruch von mindestens 30 % im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum Summe Umsätze April bis August 2020

Bei Unternehmen, die nach Juni 2019 gegründet worden sind, sind zum Nachweis des Umsatzeinbruches von mindestens 50 Prozent in zwei zusammenhängenden Monaten als Vorjahresmonate November und Dezember 2019 zum Vergleich heranzuziehen.

Von der Antragsberechtigung ausgenommen sind u.a. folgende Unternehmen (Ausschlusskriterien):

  • Unternehmen, die sich bereits zum 31.12.2019 in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befunden haben (EU-Definition) und deren wirtschaftliche Situation sich vor der Corona-Pandemie nicht verbessert hatte.

2. Stufe: Prüfung der Förderhöhe

Basierend auf der Höhe des Umsatzeinbruches im Förderzeitraum wird ein gestaffelter Erstattungssatz gewährt, der monatsweise zu berechnen ist. Dazu ist für die Monate September bis Dezember 2020 pro Monat der Umsatzeinbruch in Bezug auf den entsprechenden Vorjahresmonat zu berechnen:

  • Umsatzeinbruch größer 70 % = Erstattung von 90 % der Fixkosten
  • Umsatzeinbruch 50 % bis 70 % = Erstattung von 60 % der Fixkosten
  • Umsatzeinbruch 30 % bis 50 % = Erstattung von 40 % der Fixkosten
  • Umsatzeinbruch bis einschließlich 30 % = keine Erstattung

Ist demnach der Umsatzeinbruch in den Fördermonaten geringer als 30 %, wird trotz Antragsberechtigung nach Stufe 1 kein Zuschuss gewährt.

Jedes Unternehmen kann einen Fixkostenzuschuss von bis zu 200.000 € erhalten. Höchstbeträge, die von der Unternehmensgröße abhängig sind, gibt es in der zweiten Phase nicht.

Die förderfähigen Fixkosten wurden vom BMWi fest definiert. Für Fragen stehen wir Ihnen gerne Rede und Antwort.

SENKUNG DER MEHRWERTSTEUER.

Die Mehrwertsteuersenkung hat weitreichende Folgen für vorsteuerabzugsberechtigte Unternehmen von der Rechnungsstellung bis hin zum eigenen Vorsteuerabzug.

Vom 01. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020, also für sechs Monate, wird der Regelsatz bei der Umsatzsteuer von 19 auf 16 Prozent abgesenkt. Entsprechendes gilt auch für den ermäßigten Steuersatz, der von 7 auf 5 Prozent herabgesetzt wird. Der ermäßigte Steuersatz wird etwa auf eine Vielzahl von Grundnahrungsmitteln, Hygieneartikeln sowie Presse- und Verlagserzeugnisse angewendet. Für Restaurations- und Verpflegungsdienstleistungen bestehen darüberhinausgehende Besonderheiten.

Die Senkung der Umsatzsteuersätze ist sowohl für die Erstellung von Rechnungen im Unternehmen als auch für die Prüfung der Eingangsrechnungen relevant. Ist auf einer Rechnung der ausgewiesene Steuersatz zu hoch, wird dieser höhere Steuersatz auch zur Zahlung an das Finanzamt fällig. Allerdings kann der Leistungsempfänger nicht ohne weiteres den Vorsteuerabzug vornehmen, da der Steuersatz in der Rechnung nicht korrekt ist. Gegebenenfalls muss dann die Rechnung auf den niedrigeren Steuersatz korrigiert werden. Wurde die Rechnung bereits bezahlt, muss die Differenz vom Leistungserbringer gegebenenfalls erstattet werden.

Zumindest bei einfachen Ladenverkäufen nach dem 30. Juni 2020 oder Leistungen aufgrund von Verträgen, die nach dem 30. Juni 2020 geschlossen wurden, besteht grundsätzlich keine Verpflichtung, die Ersparnis aus den niedrigeren Steuersätzen durch die Absenkung der Bruttopreise an Endkunden weiterzugeben.

Maßgeblich für die Zuordnung des jeweiligen Steuersatzes ist grundsätzlich der Zeitpunkt der Ausführung der jeweiligen Leistung. Danach entscheidet sich, mit welchem Steuersatz der Umsatz zu berechnen bzw. der Vorsteuerabzug vorzunehmen ist. Gerade beim Vorsteuerabzug ist es dann auch bei der Rechnungsprüfung wichtig zu erkennen, ob eine Eingangsrechnung den zutreffenden Steuersatz enthält oder zur Korrektur an den Aussteller zurückgeschickt werden muss. Erhöhte Aufmerksamkeit ist daher insbesondere bei Teilleistungen und Bauleistungen erforderlich. Ebenso stellen u.a. Anzahlungen/Abschlagszahlungen sowie Dauerleistungsverhältnisse und Verträge als Rechnungen Unternehmen vor umsatzsteuerliche Herausforderungen.

Wir beraten Sie gerne ausführlich zu diesem Themengebiet.

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Wir nehmen Ihr Anliegen gerne per Mail entgegen.

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