AKTUELLE INFOS.

ANTRAG AUF ÜBERBRÜCKUNGSHILFEN.

Überbrückungshilfen bieten finanzielle Unterstützung für kleine und mittelständische Unternehmen, die durch die Corona-Krise in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind. Die dafür erforderliche Antragstellung beim BMWi muss durch einen registrierten Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Rechtsanwalt erfolgen. Den entsprechenden Antrag können Sie über uns als zulässige Steuerkanzlei bis zum 30.09.2020 stellen.

Das Förderprogramm basiert auf einem zweistufigen Prüfungsmechanismus:

  1. Stufe: Prüfung der Zulassungsberechtigung

Grundsätzlich sind Unternehmen aller Größen, Soloselbständige und selbständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb aller Branchen antragsberechtigt, bei denen der Umsatz in den Monaten April und Mai 2020 um durchschnittlich mindestens 60% gegenüber den gleichen Vorjahresmonaten (d.h. April und Mai 2019) eingebrochen ist. Wurde ein Unternehmen erst nach dem 1. April 2019 gegründet, sind zum Nachweis des Umsatzeinbruches von min. 60% in den Monaten April und Mai 2020 die Vorjahresmonate November und Dezember 2019 zum Vergleich heranzuziehen.

Von der Antragsberechtigung ausgenommen sind u.a. folgende Unternehmen (Ausschlusskriterien):

  • Unternehmen, die sich bereits zum 31.12.2019 in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befunden haben (EU-Definition) und deren wirtschaftliche Situation sich vor der Corona-Pandemie nicht verbessert hatte
  • Unternehmen, die erst nach dem 31.10.2019 gegründet wurden.
  1. Stufe: Prüfung der Förderhöhe

Die Förderhöhe bemisst sich nach den erwarteten Umsatzeinbrüchen der Fördermonate Juni, Juli und August 2020 im Verhältnis zu den jeweiligen Vergleichsmonaten Juni, Juli und August 2019. Beträgt der Umsatzeinbruch in den Fördermonate Juni, Juli und August 2020

  • mindestens 40% aber weniger als 50%, dann sind 40% der Fixkosten förderfähig
  • mindestens 50% jedoch max. 70%, dann sind 50% der Fixkosten förderfähig
  • mehr als 70%, dann sind 80% der Fixkosten förderfähig

Ist demnach der Umsatzeinbruch in den Fördermonaten geringer als 40%, wird trotz Antragsberechtigung nach Stufe 1 kein Zuschuss gewährt.

Wurde ein Unternehmen erst nach dem 1. Juni 2019 gegründet, sind zum Nachweis des Umsatzrückganges in den Monaten Juni bis August 2020 als Vergleichsmonate Dezember 2019 bis Februar 2020 zum Vergleich heranzuziehen.

Die maximale monatliche Förderung beträgt

  • 3.000 EUR bei Unternehmen mit bis zu 5 Beschäftigten
  • 5.000 EUR bei Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten
  • 50.000 EUR bei Unternehmen mit mehr als 10 Beschäftigten

Die förderfähigen Fixkosten wurden vom BMWi fest definiert. Für Fragen stehen wir Ihnen gerne Rede und Antwort.

SENKUNG DER MEHRWERTSTEUER.

Die Mehrwertsteuersenkung hat weitreichende Folgen für vorsteuerabzugsberechtigte Unternehmen von der Rechnungsstellung bis hin zum eigenen Vorsteuerabzug.

Vom 01. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020, also für sechs Monate, wird der Regelsatz bei der Umsatzsteuer von 19 auf 16 Prozent abgesenkt. Entsprechendes gilt auch für den ermäßigten Steuersatz, der von 7 auf 5 Prozent herabgesetzt wird. Der ermäßigte Steuersatz wird etwa auf eine Vielzahl von Grundnahrungsmitteln, Hygieneartikeln sowie Presse- und Verlagserzeugnisse angewendet. Für Restaurations- und Verpflegungsdienstleistungen bestehen darüberhinausgehende Besonderheiten.

Die Senkung der Umsatzsteuersätze ist sowohl für die Erstellung von Rechnungen im Unternehmen als auch für die Prüfung der Eingangsrechnungen relevant. Ist auf einer Rechnung der ausgewiesene Steuersatz zu hoch, wird dieser höhere Steuersatz auch zur Zahlung an das Finanzamt fällig. Allerdings kann der Leistungsempfänger nicht ohne weiteres den Vorsteuerabzug vornehmen, da der Steuersatz in der Rechnung nicht korrekt ist. Gegebenenfalls muss dann die Rechnung auf den niedrigeren Steuersatz korrigiert werden. Wurde die Rechnung bereits bezahlt, muss die Differenz vom Leistungserbringer gegebenenfalls erstattet werden.

Zumindest bei einfachen Ladenverkäufen nach dem 30. Juni 2020 oder Leistungen aufgrund von Verträgen, die nach dem 30. Juni 2020 geschlossen wurden, besteht grundsätzlich keine Verpflichtung, die Ersparnis aus den niedrigeren Steuersätzen durch die Absenkung der Bruttopreise an Endkunden weiterzugeben.

Maßgeblich für die Zuordnung des jeweiligen Steuersatzes ist grundsätzlich der Zeitpunkt der Ausführung der jeweiligen Leistung. Danach entscheidet sich, mit welchem Steuersatz der Umsatz zu berechnen bzw. der Vorsteuerabzug vorzunehmen ist. Gerade beim Vorsteuerabzug ist es dann auch bei der Rechnungsprüfung wichtig zu erkennen, ob eine Eingangsrechnung den zutreffenden Steuersatz enthält oder zur Korrektur an den Aussteller zurückgeschickt werden muss. Erhöhte Aufmerksamkeit ist daher insbesondere bei Teilleistungen und Bauleistungen erforderlich. Ebenso stellen u.a. Anzahlungen/Abschlagszahlungen sowie Dauerleistungsverhältnisse und Verträge als Rechnungen Unternehmen vor umsatzsteuerliche Herausforderungen.

Wir beraten Sie gerne ausführlich zu diesem Themengebiet.

Schreiben Sie uns.
Wir nehmen Ihr Anliegen gerne per Mail entgegen.

* verbindliche Angaben.